Zeckenzeit (Frühjahr - Sommer - Herbst)

Zecken können grundsätzlich die Auslöser einer Borreliose sowie die Auslöser einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Sie fühlen sich ab einer Temperatur von etwa 7°C wohl und sind daher vom Frühjahr bis in den Herbst hinein aktiv.

Borreliose

Der Überträger der Borreliose ist ein Bakterium (Borrepa Burgdorferi), welches durch die Zecke übertragen wird. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß nur jede 3. Zecke Trägerin dieses Krankheitserregers ist. Darüber hinaus muß nicht jeder Stich einer Zecke zur Übertragung dieses Bakteriums und damit zu einer Borreliose führen.

Die Symptome einer Borreliose sind sehr vielfältig und häufig sehr schwer mit einem Zeckenstich in Verbindung zu bringen. Typisch ist in der Regel eine ringförmige, unscharf begrenzte Rötung der Haut um den Zeckenstick herum. Dies kann auch mit einer Schwellung sowie mit mehr oder weniger ausgeprägtem Juckreiz verbunden sein. Es können grippeähnliche Symptome wie Kopf-, Glieder-, Hals- und Muskelschmerzen auftreten, ebenso wie Erkrankungen der Gelenke, des Nervensystems und auch Erkrankungen des Herzens. Sie sollten daher in jedem Falle einen Arzt konsultieren, der mit Ihnen die Symptomatik bespricht. Der Arzt hat die Möglichkeit einen Bluttest durchzuführen, um den Nachweis einer Infektion zu erbringen. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit Sie antibiotisch zu behandeln.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird durch ein Virus ausgelöst, welches ebenfalls von Zecken übertragen werden kann. Die Krankheit verläuft typischerweise in 2 Phasen. Es kommt zunächst einmal auch hier zu grippeähnlichen Symptomen, die mit mäßigem Fieber einhergehen können. Kopfschmerzen, Erbrechen und auch Schwindelgefühl können zusätzlich auftreten. Nach einem anschließenden 1 wöchigen fieberfreien Intervall kann bei etwa 10% der Infizierten eine Entzündung der Hirnhäute (Meningoenzephalitits) auftreten. Dies ist in der Regel mit Fieber, Erbrechen und einem auch ansonsten ernst zu nehmenden Krankheitsverlauf verbunden. Auch hier ist in jedem Falle die Konsultation eines Arztes erforderlich, um schnell die richtige Diagnose zu stellen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Eine antivirale Therapie ist nicht möglich. Prophylaktisch kann jedoch zum Schutz vor einer Frühsommer-Meningoenzephalitis eine Impfung durchgeführt werden.

Um all diese Komplikationen möglichst verhindern zu können, sollte nach einem Aufenthalt in freier Natur eine regelmäßige Körperinspektion durchgeführt werden sowie auch auf ausreichende Körperhygiene geachtet werden. Am Körper haftende Zecken sollten möglichst rasch mit einer Pinzette komplett entfernt werden. Die Einstichstelle sollte nach Entfernen der Zecke mit einer jodhaltigen oder alkoholhaltigen Lösung desinfiziert werden.

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