SPD und FDP gegen Rx-Versandhandelsverbot / Kommentar:

23.11.2016

Nicht nur SPD und FDP, sondern auch CDU und CSU haben den Deutschen Arzneimittelmarkt erfolgreich zerstört. Was früher für alle Patienten kostenlos war, muß heute von all denen, die ohnehin schon genug in dieses System ein bezahlt haben, noch einmal bezahlt werden. Dafür profitieren all diejenigen, die nicht einen Euro in dieses System ein bezahlt haben und werden damit doppelt belohnt. Herr Lauterbach sieht eine: „interessante Sparmöglichkeit“ sonst sieht er leider nichts! Das war auch nicht anders zu erwarten. Er muß ja seine Sozial Klientel bedienen. Dabei spielt er den edlen Samariter, weil er vorgibt, das System für die Bedürftigen noch billiger machen zu wollen. Aber billig ist nicht immer gut. Offensichtlich hat dieser Herr immer noch nicht verstanden, daß der Arzneimittelmarkt in Deutschland von SPD, FDP und auch der CDU/CSU erfolgreich zerstört wurde. Was früher wie eine Apotheke aussah, ist heute bestenfalls noch als Drogeriemarkt zu erkennen. Viele rezeptpflichtige Arzneimittel sind oft vom Hersteller in Deutschland nicht lieferbar, so daß Wartezeiten bei der Beschaffung dieser Arzneimittel vorprogrammiert sind. Dies kann auf die Rabatt Verträge zwischen Herstellern und Krankenkassen zurückgeführt werden. Häufig handelt es sich auch um die zwanzigste Kopie eines Original Präparates. Die Arzneimittel kommen häufig nicht mehr aus Deutschland, sie sind dreimal umgepackt bzw. umkonfektioniert und der Hersteller ist kaum noch zu ermitteln. Die Sicherheit dieser Arzneimittel ist m. E. schon lange nicht mehr gewährleistet, weil zu viele Hände im Spiel sind. Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen sind damit ebenfalls vorprogrammiert. Billiger ist das System dadurch auch nicht geworden, aber auf jeden Fall unsicherer! Aber Herr Lauterbach und seine Kollegen aus allen Alt-Parteien werden auch das nicht verstehen, weil es nicht in ihre ideologische Weltanschauung passt.


RSA-Nestbeschmutzer / oder "Wir Kassen schummeln ständig"

23.11.2016

Der Streit der Krankenkassen um eine gerechte Ressourcenallokation der über 200 Milliarden Euro hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Ein Krankenkassenchef spricht aus, was alle wissen: "Wir Kassen schummeln ständig". Er wurde flugs ins Ministerium bestellt und dort hat man ihm die Leviten gelesen. Baas der Nestbeschmutzer! Der Skandal hat sich beruhigt - das Problem bleibt. Und nun? Univadis® ...mehr.


SPD und FDP gegen Rx-Versandhandelsverbot

23.11.2016

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert alle SPD-Bundestagsabgeordneten auf, in Sachen Rx-Versandhandelsverbot nicht dem Druck der Apotheker nachzugeben. Rx-Boni seien eine „interessante Sparmöglichkeit“ und Veränderungen am Apothekenhonorar notwendig, schreibt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in einem Brief an alle SPD-Bundestagsabgeordneten. Er fordert seine Parteikollegen in puncto Rx-Versandhandelsverbot auf, nicht dem Druck der Apotheker nachzugeben. Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion beschreibt, dass Patienten jetzt wieder Rx-Boni von ausländischen Versandapotheken entgegennehmen dürfen. Dies biete insbesondere für chronisch Kranke mit geringem Einkommen „eine interessante Sparmöglichkeit, auch wenn deren Zuzahlungen ohnehin auf ein Prozent des Haushaltseinkommens im Jahr begrenzt sind (Belastungsgrenze)“, kommentiert Lauterbach. Insbesondere in strukturschwachen Regionen und auf dem Land sei der Versandhandel „eine alternative Vertriebsform“. Univadis® ...mehr.


Akute HCV-Infektion: Neue Therapie wirkt rasch

03.11.2016

Forscher unter Leitung der "Deutschen Leberstiftung" konnten in einer Studie zeigen, dass eine akute Hepatitis C-Infektion mit neuen Medikamenten innerhalb von sechs Wochen ausheilen kann. Das wäre schneller als bei einer chronischen HCV-Infektion, wo die Heilung zwischen acht und zwölf Wochen dauert, heißt es anlässlich einer Publikation in "The Lancet Infectious Diseases". Seit 2014 stehen für die Behandlung der chronischen HCV neue Medikamente zur Verfügung. Diese greifen direkt in die Vermehrung des Virus ein und können ohne das bisher notwendige Interferon, das viele Nebenwirkungen verursacht, eingesetzt werden. Bisher lagen nur Daten zur Behandlung der chronischen HCV mit diesen neuen Therapien vor. Die Studie hat jetzt zum einen geprüft, ob eines der bei der chronischen HCV sehr gut wirkenden Medikamente auch bei der akuten Version mit sehr hohen Leberwerten sicher eingesetzt werden kann und zum anderen, ob eine kürzere Behandlungsdauer ausreicht. An der Studie nahmen 20 Patienten teil, die eine akute Infektion mit dem HC-Virus Genotyp 1 und keine weiteren Infektionskrankheiten wie Hepatitis B oder HIV hatten. Alle Patienten erhielten für sechs Wochen eine Kombination der Wirkstoffe Ledipasvir und Sofosbuvir in einer Tablette und wurden anschließend zwölf Wochen weiter beobachtet. Die Behandlung war laut dem Artikel erfolgreich: Alle Patienten konnten geheilt werden und es gab keine nennenswerten Nebenwirkungen. "Damit konnten wir zeigen, dass die neuen Medikamente auch bei Patienten mit einer akuten HCV-Infektion sicher eingesetzt werden können. Das ist für die Betroffenen ein wichtiges Ergebnis", erläutert Erstautorin Katja Deterding. Die übliche Dauer für die Behandlung bei einer chronischen Hepatitis C mit diesem Medikament beträgt acht bis zwölf Wochen. Bei der akuten Hepatitis C ist laut der Studie eine kürzere Behandlung ausreichend. "Die Ergebnisse sind nicht nur wissenschaftlich und für die klinische Praxis interessant, sondern könnten auch zu Kostenersparnissen führen", erläutert Heiner Wedemeyer, einer der Studienleiter. Ledipasvir/Sofosbuvir (Harvoni®) 28 Tabletten kosten 20.026,02 € ...mehr.


Augengrippe-Fälle beschäftigen Bonner Augenärzte

03.11.2016

Das Adenovirus führt in Bonn zur Ausbreitung der „Augengrippe“: Das renitente Virus kann nur mit speziellen Desinfektionsmitteln abgetötet werden. Die Stadt ruft Betroffene auf, daheim zu bleiben. ie Augen sind lichtscheu, gerötet, trüb und jucken, die Bindehäute sind angeschwollen, permanent wird Tränenflüssigkeit produziert: Die sogenannte Augengrippe ist für Betroffene extrem nervig. Derzeit grassiert die Krankheit auffällig gehäuft in Bonn. Auslöser dieser virusbedingten Bindehautentzündung sind die sogenannten Adenoviren. Die sind nur schwer in den Griff zu bekommen und nicht nur für die Betroffenen sehr unangenehm – sie werden auch rasant von Mensch zu Mensch übertragen und sind äußerst widerstandsfähig. Das Gesundheitsamt der Stadt spricht von 100 Fällen, die Dunkelziffer dürfte nach Ansicht von Fachleuten höher liegen. „Das Tückische ist die lange Inkubationszeit von bis zu zwölf Tagen, zudem ist das Virus umweltresistent“, teilte Vizestadtsprecher Marc Hoffmann gegenüber dem „Bonner General-Anzeiger“ mit. Betroffene bittet die Stadt daher, zu Hause zu bleiben, bis alle Symptome abgeklungen sind. Die Erkrankung ist außerdem meldepflichtig. Desinfektionsmittel allein reichen nicht Die Viren verbreiten sich über die Tränenflüssigkeit. Augenärzte raten daher, mehr als sonst auf Hygiene zu achten. Statistisch gesehen reibt sich jeder Mensch 14-mal am Tag am Auge – danach desinfiziert normalerweise kaum jemand seine Hände. Und auch wenn: Übliche Desinfektionsmittel helfen in diesem Fall nicht. Nur mit speziellen Desinfektionsmitteln, die in Apotheken verkauft werden, kann das Virus abgetötet werden. Auch Antibiotika wirken nicht. Innerhalb von Familien und Wohngemeinschaften sollen die Betroffenen eigene Handtücher benutzen. Auch Schwimmbad- und Saunabesuche sind in dieser Zeit tabu. Bereits 2011 wurde vor dem Adenovirus gewarnt Rund eine Woche halten Juckreiz, extreme Lichtscheu und das Fremdkörpergefühl im Auge an. Manche Patienten haben jedoch noch über Monate mit einer Trübung der Augen zu kämpfen. Adenoviren sind eine Erregergruppe, die eine Vielzahl von Erkrankungen auslösen kann. Neben der „Augengrippe“ können auch die Atemwege und der Magen-Darm-Trakt befallen werden. Die Herkunft des Adenovirus ist unklar. Die Forscher vermuten, dass es nicht vom Menschen stammt, sondern von Tieren. Bereits 2011 rieten Experten, Adenoviren künftig sorgfältiger zu beobachten, um auf etwaige Gefahren für den Menschen zeitig aufmerksam zu machen.Quelle: welt.de/gesundheit ...mehr.


Ein weiterer Akt im KV Theater oder "Meistbegünstigungskartell für Funktionäre" !!

15.11.2015

Spionage in der KBV / Quelle: Univadis 15.10.2015 / Stasi-Methoden in der KassenärztlichenBundesvereinigung (KBV)? Die KBV erhebt Spionageanschuldigungen gegen ihre Ex-Personalchefin, der Ehefrau von Ex-Vorstand Dr. Andreas Köhler. Sie soll Daten ausgespäht haben. Was in der Nach-Ära Köhler ans Licht kommt, stellt die ärztliche Selbstverwaltung immer mehr in Frage. Kerstin Kämpfe, Personaldezernentin der KBV, hat sich nach dem Rückzug ihres Mannes als KBV-Vorstand in ein Sabbatical verabschiedet. Das war im Herbst 2014. Mittlerweile hat die KBV nach allem, was bekannt geworden ist, eine Kündigung ausgesprochen. Gegen diese geht Kämpfe gerichtlich vor. Ein Gütetermin zur von Kerstin Kämpfe angestrengten Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht Berlin bringt am 29. September (Az. 16 Ca 10908/15) neue Details ans Licht. Die KBV erweitert die Kündigungsgründe. Kämpfe soll Daten ausgespäht und abgefangen haben. Die Ärzteorganisation stützt sich dabei auf E-Mail-Korrespondenzen, die entdeckt wurden, nachdem die KBV den dienstlichen E-Mail-Account von Kämpfe vollständig rekonstruiert hatte. Die Ex-Personalleiterin hatte diesen vor ihrer Freistellung gelöscht. Die wiederhergestellten Mails zeigten, dass die ehemalige Personalleiterin den KBV-Vorstand Regina Feldmann und weitere KBV-Beschäftigte „systematisch“ und „beharrlich“ unter Zuhilfenahme anderer Mitarbeiter ausspioniert habe, sagt KBV-Vertreter Dr. Jörg Laber, CBH Rechtsanwälte – Cornelius Bartenbach Haesemann & Partner. Robert S. unterschreibt Auflösungsvertrag nach Spionageindizien Ein Spion Kämpfes war demnach der ehemalige Leiter des gemeinsamen Vorstandssekretariats, Robert S.. Er hat kürzlich freiwillig einen Auflösungsvertrag unterzeichnet. Wie der KBV-Anwalt berichtet, hat S. sowohl dienstliche als auch private Mails von Feldmann mitgelesen sowie ihren privaten Outlook-Kalender ausgespäht. Die Informationen gab er an Kämpfe weiter, darunter „Dinge, die sich in geschlossenen Vertreterversammlungen abgespielt haben“, heißt es im Gütetermin. „Wir haben hier sicher auch ein strafbares Verhalten“, resümiert Laber. Es gehe um den Straftatbestand Ausspähen von Daten (§ 202a Strafgesetzbuch (StGB)) und Abfangen von Daten (§ 202b StGB). Eine Strafanzeige hat die KBV bisher nicht gestellt. Auch nicht gegen Ex-Vorstand Köhler, obwohl ein Rechtsgutachten dies dringend empfiehlt. Netz reicht bis ins KBV-Seminar Die Güteverhandlung zeigt auch, dass sich nicht nur S. als inoffizieller Kämpfe-Mitarbeiter betätigte. Laber zufolge hatte Kämpfe auch die damalige KBV-Seminarleiterin Sabine I. für Bespitzelungsdienste gewonnen. Das gehe aus Mails hervor. I. habe zudem in einer Aussage eingeräumt, den ehemaligen, mittlerweile verstorbenen Ex-KBV-Justiziar Dr. Jürgen W. Bösche ausgehorcht zu haben, erklärt der KBV-Vertreter in der Verhandlung. Unter anderem seien Verträge kopiert und an Kämpfe weitergeleitet worden. Andere KBV-Mitarbeiter ließen sich nicht von Kämpfe überreden. Steffanie W., die damalige Sekretärin des ehemaligen Leiters Haushalt- und Finanzen Andreas Ullmann, habe es abgelehnt, ihren Chef zu bespitzeln. Das soll sie der KBV mitgeteilt haben. Prozessbetrug im Fall Ullmann gegen die KBV Ein weiterer Kündigungsgrund, den die KBV gegen Kämpfe vorbringt, ist direkt mit dem Prozess „KBV gegen Ullmann“ verwoben. Die KBV – zuständig damals Kerstin Kämpfe – hatte Ullmann aufgrund von zehn Kündigungsgründen fristlos entlassen. Mindestens drei seien von ihr „bewusst falsch vorgebracht worden“, wie CBH-Arbeitsrechtler Laber im Gütetermin betont. Damit stehe versuchter Prozessbetrug im Raum. Als zusätzliche Kündigungsgründe gegen Kämpfe führt die KBV unrechtmäßige Zahlungen an die Kanzlei Gleis Lutz, die Überzahlung von Vorstands- und Pensionsgehältern an Ehemann Dr. Andreas Köhler sowie falsche Darstellungen des Sachverhaltes im Fall der KBV-Ex-Justitiarin Ulrike Wollersheim ins Feld. Zur Erinnerung: Sie war von 1986 bis 2005 Justitiarin. Köhler hatte mit ihr einen sittenwidrigen Ruhestandsvertrag geschlossen. Erst im September 2015 wurden die Zahlungen an die als Anwältin tätige Ex-Mitarbeiterin eingestellt. Sie soll 1,3 Mio. Euro zurückzahlen. Dagegen geht auch sie gerichtlich vor. KBV-Anwalt Laber zufolge hat Kämpfe in einer Stellungnahme an die Vorstände Dr. Andreas Gassen und Regina Feldmann gelogen. Ziel sei es gewesen, von der Verantwortlichkeit ihres Ehemanns Dr. Andreas Köhler abzulenken. Alle Vorwürfe falsch Für Klägeranwalt Jan Ruge von der Kanzlei Ruge Krömer kommen die Vorwürfe angeblich überraschend. Er höre diese in der „Kompaktheit zum ersten Mal“, erklärt er. Zu Details könne er sich derzeit nicht äußern. Aber: „Alle Vorwürfe sind falsch“, sagt der Fachanwalt für Arbeitsrecht. Er beruft sich auf Formalien, um die Kündigung anzugreifen. Verhandlung im Februar Monika Matulla, Richterin am Arbeitsgericht, sieht angesichts der „Vielzahl von Vorwürfen“ und der „sehr großen Tragweite“ in einer Güteverhandlung keine Lösung. Sie beraumt für Februar 2016 einen ersten Verhandlungstermin an. Ein zweiter – mit Zeugen – ist wahrscheinlich. KBV-Vertreter Laber hatte zuvor bereits klargestellt, die KBV habe aufgrund ihres Status als Körperschaft Öffentlichen Rechts und der Aufsicht durch das Bundesgesundheitsministerium „sehr wenig“ oder „gar keinen“ Handlungsspielraum für eine gütliche Einigung. Ärztliche Selbstverwaltung weit weg von Vertragsärzten Die Aufklärungsarbeit in der KBV geht nur schleppend voran. Insbesondere die Vertreterversammlung zeigt keinen Biss einmal Tabula rasa zu machen, um sich dann den eigentlichen Aufgaben im Sinne der Vertragsärzte zu widmen. Stattdessen bekämpfen sich zwei Lager: Die einen wollen die zahlreichen Verfehlungen mit Millionenschäden für die Ärzteschaft unter den Teppich kehren, die anderen wollen aufklären und die Verursacher zur Verantwortung ziehen. Das Bundesgesundheitsministerium interveniert kontinuierlich: aufsichtsrechtliche Briefe und Einbestellungen des Vorstands gehören mittlerweile zum Tagesgeschäft. Die Krise der KBV scheint keinen Höhepunkt zu kennen, sondern gleicht einem Schwelbrand. Mit dem Ergebnis, dass die KBV bei der wichtigen Gesetzgebung wie dem Krankenhausstrukturgesetz keine Rolle mehr spielt. Das wichtige Thema „Portalpraxen“ wird gar nicht erst adressiert. Zur öffentlichen Anhörung Am 9. September im Bundestag lässt sich der Vorstand nicht blicken. Stattdessen kommen auf der letzten Sondersitzung der Vertreterversammlung am 30. Oktober wieder neue Wahrheiten ans Tageslicht. Die Vorstandsvorsitzende Regina Feldmann berichtet, dass Kämpfe durch einige Tricks die Pensionsansprüche ihres Gatten nach oben manipuliert haben soll. Demnach würde der Ex-Vorstand Köhler mit dem 63. Lebensjahr 105 (!) Prozent seiner letzten Bezüge erhalten. Damit entfallen etwa ein Viertel (24 Prozent) der gesamten Pensionsrückstellungen auf die Personalie Köhler. Die ärztliche Selbstverwaltung riskiert langsam ihre Daseinsberechtigung, da sie zu vergessen scheint, wessen Interessen sie zu vertreten hat. ...mehr.


Gibt es Menschen ohne Gehirn (MOG`s) ?

15.11.2015

Sie sitzen in ihrem Büro und wollen konzentriert ihre Arbeit erledigen. Und wieder haben sie das Gefühl, daß sich in Ihnen ein innerer Druck aufbaut. Sie haben das schon häufig erlebt, haben sich gewundert, welche Ursache dies wohl haben könnte und sie haben sich schon immer unterschwellig gefragt, welche Erkrankung zu diesen Symptomen passen könnte. Ihren Hausarzt haben Sie schon oft mit dieser Fragestellung konsultiert. Er hat Ihnen Psychopharmaka verordnet und Sie mit einem „burned out syndrom“ konfrontiert. Sie sollten mal in Urlaub fahren und richtig ausspannen. Auch das haben Sie schon gemacht, aber eine Besserung ist bisher nicht eingetreten. Sie haben auch nie richtig glauben können, daß ausgerechnet Sie „burned out“ sein sollen, da sie eigentlich ein leistungsfähiger Typ sind, für den ein „burned out syndrom“ niemals in Frage kommt. Doch heute, bei dieser unerträglichen Hitze und herunter gelassenen Jalousien, haben Sie wieder dieses unerträgliche Druck- und Schmerzgefühl. Zunehmende Enge in der Brust, der Hals wird immer dicker, und Sie können sich nicht konzentrieren, egal womit Sie sich ablenken. Auch die Psychopharmaka helfen nicht mehr. Heute hat es bereits vor 8:00Uhr morgens angefangen und jetzt ist es bereits 12:30 Uhr. In der Mittagszeit wurde es sonst immer bereits besser. Aber heute wird der Druck immer stärker und sie platzen fast. Sie ziehen die Jalousien hoch, weil Sie hoffen etwas Tageslicht und etwas frische Luft könnten Ihnen helfen. Aber es dringt nur die unerträgliche Hitze ins Zimmer. Aber dann sehen Sie die Ursache für Ihre Symptome auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ein kräftiger Mann, wir nennen ihn „MOG“ (Mensch ohne Gehirn), geht auf der anderen Straßenseite auf und ab. Er trägt Ohrschützer, hat ein seltsames Teil in der Hand und bläst damit irgend etwas vor sich her. Es muß etwas für Sie unsichtbares sein, denn offensichtlich sieht nur der MOG das, was er vor sich her treibt. Er rudert mit dem Teil von rechts nach links und auf und ab. Gerade so, als wolle er entlaufen Hühner wieder einfangen oder etwas böses vertreiben. Sie rufen Ihre Kollegen hinzu und fragen um Rat. Von einem besonders erfahrenen Kollegen, der selbst so ein Teil sein eigen nennt, erfahren Sie nun, daß es sich hierbei um einen Blätterpuster handelt. Aber Sie sehen keine Blätter. Nun haben sie erst recht das Gefühl, daß ihr Hals bald platzt oder sie dringend einen Psychiater aufsuchen müssen. Denn was bläst der „MOG“ vor sich her. Ist es die schlechte Luft oder sind es für sie unsichtbare Teilchen, die möglicherweise eine Kernreaktion auslösen können, weil womöglich die kritische Masse erreicht wir? Oder ist es gar das Böse? Der Kollege klärt Sie kurz und bündig aber fachmännisch auf. Nach der Geräteschutzverordnung sind solche Teile erlaubt. Man benutzt sie überall um damit Blätter zu pusten. Falls keine Blätter vorhanden sind, kann man auch einfach Dreck in die Luft pusten und gleichmäßig verteilen. Weil das Gerät ja benutzt werden muß. Man verliert sonst die Betreiber Lizenz, da man die nötigen Betriebsstunden nicht nachweisen kann. Sie denken sich jetzt, das machen die doch nur, weil die zu faul oder zu blöde ist, einen Besen zu benutzen. Aber Sie hüten sich, dem erfahrenen Kollegen das zu sagen. Die Verletzungsgefahr mit einem Besen ist zudem ungleich größer als mit einem Blätterpuster. Vor allen Dingen kann man mit einem solchen Teil mehr Aufmerksamkeit erlangen als mit einem Besen. Ein Besen hat etwas abwertendes, klingt wie „Straßenkehrer“ oder „Hausmeister“. Dabei ist der Mann doch „Facility Manager“, also in jedem Falle eine bestens ausgebildete hochqualifizierte Fachkraft, aber keinesfalls ein Straßenkehrer. Zudem hat er zumindest einen Hauptschulabschluß und kann bei Emissionsgrenzwerten fließend zweisprachig mitreden. Zudem ist er durch die Geräteschutzverordnung geschützt. Was soll ihm passieren. Mit einem solchen Gerät ist es quasi für jeden „MOG“ immer möglich Sie und die gesamte Umwelt zu terrorisieren. Das macht richtig Spaß, da er inzwischen mitbekommen hat, daß es Sie stört und Sie sich darüber ärgern. Er kann Sie so lange terrorisieren, wie er gerade Lust hat. Er hat Macht. Und diese Macht kann er mit Hilfe der Geräteschutzverordnung richtig ausleben, weil „MOG`s“ und solche Geräte geschützt werden müssen. Sie könnten sonst aussterben und Sie könnten wieder ungestört Ihrer Arbeit nachgehen. Nicht vorstellbar, welcher volkswirtschaftliche Nutzen daraus resultieren würde. Ach ja und Ihre Gesundheit. Nun dafür gibt es natürlich keine Schutzverordnung. Das ist wie mit der Aufschrift auf Zigarettenschachteln. „Rauchen schadet Ihnen und Ihren Mitmenschen“. Das haben zumindest die Gesundheitsminister so gesehen. Die Gesundheit der Nichtraucher (das sind die Mitmenschen) ist natürlich nicht relevant und auch nicht gemeint. Denn sie haben ja keinen einfluß darauf ob der andere raucht oder nicht. Sie haben jetzt hoffentlich die Zusammenhänge verstanden holen sich eine Zigarette und nehmen wieder eine von diesen Tabletten, weil Sie das alles nicht mehr ertragen können. Die eingangs gestellte Frage bleibt offen. Ihre Gesundheit ist uns wichtig ! !!


Ex-KBV-Chef: Falschaussage vor Gericht oder wie die Kassenärztliche Vereinigung ihre Mitglieder vertritt ! Quelle: Univadis 15.10.2015

18.10.2015

Seit drei Jahren steckt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in einer tiefen Krise. Ex-Vorstand Dr. Andreas Köhler hat der KBV einen grandiosen Image- und Millionenschaden verursacht. Ein Gutachten empfiehlt jetzt Strafanzeige gegen ihn zu stellen: Falschaussage vor Gericht, Untreue, Überzahlung, versuchter Prozessbetrug, die Liste ist lang. Am 18. September hat die KBV wieder einmal eine Krisenversammlung (VV) mit ihren Vertretern über die Bühne gebracht. Ein Abwahlantrag gegen den VV-Vorsitzenden ist gescheitert. Ein von der KBV in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten empfiehlt Strafanzeige gegen den Ex-Vorstand Dr. Andreas Köhler: Untreue, Überzahlung, versuchter Prozessbetrug sind einige Ergebnisse des Gutachtens. Seit Bekanntwerden des Finanzskandals rund um einen für die KBV nachteiligen und von der Aufsicht nicht genehmigten Immobiliendeals mit der apoBank Ende 2012 ist in der KBV nichts mehr wie es war. Immer mehr abenteuerliche Finanzaktionen kommen ans Tageslicht. Seitdem kämpfen zwei Lager in der VV gegeneinander: Die Aufklärer, deutlich in der Minderheit, und die Vertuscher. Teure Ruhestandsverträge sind sittenwidrig Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) beaufsichtigt die ärztliche Körperschaft, allerdings kommen die Beamten, die an jeder VV teilnehmen, über Aufsichtsgespräche, Briefe schreiben und prüfen nicht hinaus. Zig Rechtsverstöße werden vom BMG zwar attestiert, aber die Aufsicht schaltet die Staatsanwaltschaft nicht ein. Unterdessen drohen Verjährungsfristen im komplexen Immobilienskandal. Wie ein Puzzle lässt sich das Geschäftsgebaren der Ära Köhler zusammensetzen. Es ergibt sich ein hässliches Bild von pekuniärem Größenwahn. Das Zusammenspiel zwischen den Eheleuten Köhler und Kämpfe (Personaldezernentin) kann auch deshalb detailliert rekonstruiert werden, weil das E-Mail-Konto der Ex-Personalchefin wiederhergestellt wurde. Bevor Kämpfe vor einem Jahr ein Sabbatical antrat (mittlerweile wurde eine Kündigung ausgesprochen), hat sie alle Mailverläufe beseitigt. Untreue ist keine Kategorie, aber Geheimnisverrat Der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Gassen, hat in der Sache bislang zwei Anzeigen gegen Unbekannt erstattet, weil Interna nach draußen gelangt sind. Von einer Strafanzeige gegen seinen Amtsvorgänger Dr. Andreas Köhler, hat er bisher abgesehen. Das im August erschienene  Rechtsgutachten  empfiehlt dies ausdrücklich. Die Kölner Anwaltskanzlei CBH – Cornelius Bartenbach Haesemann & Partner – war beauftragt, sechs Vorgänge zu überprüfen. Der KBV ist demnach ein millionenschwerer Schaden entstanden. Rechtsgutachten sieht Schäden in Millionenhöhe Die Überprüfung der Anwaltskanzlei CBH lässt die fristlose Kündigung gegen den ehemaligen KBV-Mitarbeiter Andreas Ullmann in einem völlig neuen Licht erscheinen. Als unwahr sind viele Kündigungsgründe entlarvt. Kerstin Kämpfe, Personaldezernentin und Ehefrau des Ex-KBV-Chefs, wird in diesem Kontext Falschaussage vor Gericht attestiert. Was der Mitarbeiter durchgemacht hat, steht dabei noch auf einem ganz anderen Blatt. In einem anderen Rechtsstreit der KBV gegen den ehemaligen Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer Hess wegen Versorgungszahlungen an seine geschiedene Ehefrau (es ging um 92.300 Euro) sprechen die CBH-Juristen gar von versuchtem Prozessbetrug. Hier wird im Gutachten festgestellt, dass dieser durch „eine falsche uneidliche Aussage von Herrn Dr. Köhler vor Gericht fortgesetzt wurde“. Zurückfordern kann die KBV auch jene Mietzuschüsse, die Köhler fünf Jahre lang unrechtmäßig kassiert hat. Kostenpunkt: 96.000 Euro zuzüglich 5 Prozent Zinsen (20.000 Euro), macht 116.000 Euro. Verträge sittenwidrig, Untreue des KBV-Vorstands Dr. Köhler Besonders teuer könnten zwei sittenwidrige Ruhestandsverträge werden. Die KBV-Ex-Justitiarin Ulrike Wollersheim und der ehemalige stellvertretende Hauptgeschäftsführer Dr. Lothar Krimmel müssten laut Gutachten je 1,3 Mio. Euro plus 5 Prozent Zinsen an die KBV zurückzahlen. Im Falle Wollersheim (von 1986 – 2005 Justitiarin) könnte Dr. Köhler in Regress genommen werden. Er hat die Juristin, die seitdem als Anwältin zum Vertragsarztrecht arbeitet, mit einem üppigen Vertrag (noch keine 50 Jahre alt) vor zehn Jahren in den Ruhestand geschickt. Da war er sie los. „In diesem Zusammenhang wird weiterhin festgestellt, dass hier ein Fall von Untreue des Vorstands vorliegt“, heißt es. Dienstvertrag mit viel Auslegungspotenzial Ein Wirr-Warr aus Änderungs- und Zusatzvereinbarungen zum Dienstvertrag von Dr. Köhler führt schließlich dazu, dass diverse Juristen mit einer rechtssicheren Auslegung beauftragt sind, um die Rechtmäßigkeit von Zahlungen zu überprüfen. Allein dieses Kapitel hat den KBV-Oberaufseher im BMG, Ministerialdirektor Dr. Ulrich Orlowski, viele Schriftstücke verfassen und aufsichtsrechtliche Gespräche führen lassen. Seinen Anfang nahm das im Jahr 2012. Orlowski macht dem VV-Vorsitzenden Weidhaas damals klar, dass die Versorgungsansprüche für Köhler überzogen sind. Außerdem sei in seinem Dienstvertrag eine Vertragsklausel zum Haftungsrecht sittenwidrig und weiter fließende Vergütungen – auch nach Ausscheiden aus dem Amt – kämen „einer Schenkung gleich“. Weidhaas widersetzt sich den BMG-Auflagen Der Psychologe Weidhaas hatte die deutlichen Worte im BMG am 12. Januar wohl als unverbindliche Empfehlung verstanden. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass Orlowski ihm am 27. Januar 2012 einen bösen Brief hinterher schickt. Orlowski schreibt Weidhaas: Ein Versorgungsniveau bei Köhler von 91 Prozent der Vergütung zeige, dass der „Einschätzungsspielraum der KBV deutlich überschritten“ sei. Das Einschreiten sei auch deshalb erforderlich, weil dies eine Signalwirkung für die gesamte Selbstverwaltung sowohl bei KVen als auch der Sozialversicherung sei. Wörtlich: „Sie haben für die KBV im Gespräch am 12. Januar 2012 erklärt, hinsichtlich der Vergütungshöhe und der Versorgungsregelungen am Vorstandsdienstvertrag von Herrn Köhler festhalten zu wollen. Ich fordere Sie daher auf, in Vertragsverhandlungen zu treten.“ Außerdem moniert wurde: die Übernahme des Selbstbehalts einer Vermögens-Schadenshaftpflichtversicherung durch die KBV. Dies bezog sich auf eine Rechtsschutzgewährung durch die KBV für die Vorstände für den Fall, wenn eine Strafverfolgung auf Veranlassung der KBV geschieht oder die KBV selbst zivilrechtliche Ansprüche gegen die Vorstände geltend macht. Übersetzt heißt dies: Die KBV hätte Köhler gegen sich selbst (die KBV) versichert. Mehr geht nicht. Dass die Unfallversicherung gleich auch die finanziellen Folgen für Unfälle des täglichen Lebens mit abdeckte, wundert da schon nicht mehr. Selbstbedienung oder: Wie optimiere ich meine Bezüge? Die Gehaltsentwicklung von Dr. Köhler wurde erstmals im Sommer 2012 vom BMG nach unten korrigiert. Das am 7. Juli 2011 vereinbarte Jahresgehalt von 350.000 Euro wurde von der Aufsicht mit Wirkung zum 1. Juni 2012 wieder auf 320.000 Euro gesenkt. Doch Köhler weiß einen Teil dieses Verlustes schnell zu kompensieren: Er schreibt seiner Frau, der Personaldezernentin, am 3. Mai 2012 einen hausinternen vertraulichen Brief, in dem er ihr „vorschlägt“, die Tariferhöhung des Öffentlichen Dienstes (TVöD) in Höhe von 3,5 Prozent bei seinem Gehalt zu berücksichtigen. Am 24. Mai setzt Kämpfe diesen Vorschlag in einen Vermerk an Weidhaas um und der Rubel rollt. Jetzt also – drei Jahre später – wird das zu einem aufsichtsrechtlichen Thema.  Orlowski listet in einem Brief an die KBV (7. Juli 2015) sämtliche unrechtmäßig erworbenen Gelder mit Bezug auf den Dienstvertrag Köhler auf. Diese Erhöhung gehört dazu. Überzahlung von 19.599,93 Euro errechnet das BMG. Eine 2. Rechtsverletzung attestiert das BMG wegen Fortzahlung der Vergütung über den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Vorstandsamt hinaus. 165.600 Euro hat er zu viel erhalten. Rechtsverletzung Nr. 3 bezieht sich auf die unrechtmäßige Erhöhung des Ruhegehalts. Unter Strich geht es um einen  Rückforderungsbetrag in Höhe von 32.152,56 Euro. Das war noch lange nicht alles. Die KBV wird sich auch weiterhin mit sich selbst beschäftigen – alimentiert von vielen fleißigen Vertragsärzten. ...mehr.


Bekam Ex-KBV-Chef zu viel Rente durch Ehefrau?

16.07.2015

Fortsetzung im KBV-Zirkus!! Am Donnerstag veröffentlichte „Die Welt“ dazu Schlagzeilen, die den um Vertraulichkeit bemühten KBV-Delegierten nicht schmecken dürften: „Bekam Ex-KBV-Chef zu viel Rente durch Ehefrau?“, fragt das Blatt – und informiert die Leser, dass die KBV „Anwälte auf ihren Ex-Vorsitzenden Andreas Köhler angesetzt“ hätte. Diese prüften wegen des Verdachts auf Veruntreuung. ...mehr.


KBV-Chef (53) bekommt 270.000 Euro Rente

05.05.2015

"Bild"-Bericht / 18.02.2014, 14:55 Uhr | t-online.de Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, bekommt nach Informationen der "Bild"-Zeitung ein Ruhestandsgehalt von 270.000 Euro pro Jahr. Köhler scheidet nach einem Herzinfarkt Ende Februar aus dem Amt, er ist 53 Jahre alt. Der Betrag werde unbegrenzt jährlich gezahlt, schreibt die Zeitung. Gehalt schon früher Thema Wegen seines Gehalts von 350.000 Euro stand Köhler bereits früher in der Kritik. Der Betrag wurde daraufhin leicht gekürzt. Laut "Bild" galt dies jedoch offenbar nicht für das Ruhegehalt. Aus dem Bundesgesundheitsministerium kam laut "Bild" milde Kritik: Immerhin gehe es indirekt um die Beitragsgelder der Krankenversicherten. Rund 80 Prozent der Deutschen sind gesetzlich versichert, entsprechend hoch ist der Anteil an Kassengeldern am Einkommen der Ärzte. Die KBV wird mit Beiträgen der Ärzte finanziert. Dieses Geld kommt aber indirekt aus den Beiträgen der Krankenversicherten ! Alles klar ? ...mehr.


KBV-Chef (53) bekommt 270.000 Euro Rente

05.05.2015

Die Kassenärzte und ihre Funktionäre. Soviel sind sie ihnen wert. Aus FOCUS 19/2015 Ruhegehalt von Ex-KBV-Chef Andreas Köhler Der Streit an der Spitze der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) geht weiter. Ein Jahr nach Ausscheiden des langjährigen Vorsitzenden Andreas Köhler (54) aus dem Spitzenamt hat sich KBV-Vorstand Regina Feldmann wegen dessen Ruhegehalt an das Bundesgesundheitsministerium gewandt. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FOCUS in seiner aktuellen Ausgabe. In einem über 30-seitigen Brief, der dem FOCUS vorliegt, bittet Feldmann um eine aufsichtsrechtliche Sonderprüfung. Köhlers Ruhegehalt war offenbar im September 2014 noch um etwa zehn Prozent angehoben worden – auf 21.308,83 Euro im Monat. Feldmann suggeriert in ihrem Schreiben, die Anhebung sei auf Geheiß der damaligen Personalchefin Kerstin Kämpfe geschehen. Sie ist Köhlers Ehefrau. Sollten tatsächlich aufsichtsrechtliche Fragen tangiert sein, werde man sich der Sache annehmen, hieß es auf FOCUS-Anfrage im Ministerium. Feldmann und Köhler sind seit langem verfeindet. ...mehr.


KV-Funktionäre kassieren munter weiter

05.05.2015

Die Kassenärztliche Vereinigung und ihre Top Manager Medical Tribune 08.03.20112 Ärztliche KV-Vorstände kassieren fürstlich. Jah­resgehalt, privat nutzbarer Dienstwagen, Sonderregelungen, Praxisüberschüsse, Pensionszusagen – Jahresbezüge von 300 000 bis über 400 000 Euro sind möglich. Bei den jährlichen Gehälter-Veröffentlichungen steckt der Sprengstoff in den Fußnoten. Seit drei Monaten steht der Berliner KV‑Vorstand unter Beschuss. Er hat, trotz Wiederwahl, 549 000 Euro an Übergangsgeldern kassiert. Die Aufsicht fordert die Rückzahlung, die Staatsanwaltschaft ermittelt, hat Büros und Privaträume der Vorstandsmitglieder durchsucht. Das Berliner Drama ist aber nur eine Facette. Über 300 000 Euro Pensionsanspruch Seit einem Jahr steht auch KBV-Chef Dr. Andreas Köhler in der Kritik. Nach seiner Wiederwahl am 11. März 2011 hatte er eine Erhöhung seines Jahreseinkommens um 90 000 auf 350 000 Euro ausgehandelt. Das Plus von 35 % ist schwer vermittelbar, finden nicht nur niedergelassene Ärzte. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) als obers­ter Aufpasser fordert Änderungen. Er sieht vor allem ein Problem: Dr. Köhler besitzt einen Pensionsanspruch von 91 % seines Jahresgehalts – nach jetzigem Stand knapp 320 000 Euro. Nicht im Fokus stand Dr. Carl-Heinz Müller. Sein Gehalt stieg um 40 000 auf 300 000 Euro. Seinen Job als KBV-Vize hat Dr. Müller Ende Februar beendet, er praktiziert wieder als Hausarzt in Trier. Viele Delegierte trauten am 2. März auf einer Vertreterversammlung (VV) der KBV in Berlin ihren Ohren nicht, als Dr. Köhler verkündete: Dr. Müller, 56, verheiratet und Vater zweier Kinder (zwei und vier Jahre), habe einen Pensionsanspruch von jährlich rund 68 000 Euro. Die KBV müsse eine Rückstellung von 1,2 Millionen Euro bilden. Dr. Müller war knapp fünf Jahre im KBV-Vorstand. Seit Ulla Schmidts Amtszeit als SPD-Gesundheitsministerin sind Kassen-, KV- und KZV-Funktionäre zur jährlichen Offenlegung ihrer Bezüge verpflichtet. Der Transparenz-Effekt ist allerdings gering: Viele Funktionäre lassen sich ihre Diens­te für die Selbstverwaltung prächtig bezahlen – trotz Kontrolle durch Ärzteparlamente und Aufsichten. So erhöhte Hans-Jochen Weidhaas, als Vorsitzender der KBV-VV Dienstherr des Vorstands, die Bezüge der Dres. Köhler und Müller an der VV vorbei und stellte die Delegierten vor vollendete Tatsachen. Paradox: Die KBV-Vorstände müssen ihre Gehälter veröffent­lichen, die VV-Mitglieder können aber nur in der KBV-Zentrale am Rande des Berliner Tiergartens Einsicht in die Verträge nehmen. Fürs Alter wird vielerorts großzügig vorgesorgt Nicht nur an Havel und Spree verdienen Ärztefunktionäre fürstlich. An der Isar sind die drei Vorstände der KV Bayerns Spitzenverdiener. Zu Jahresgehältern von 227 000 bis knapp 249 000 Euro kommen Auslagen für Fahrtkosten (7440 bis 27 000 Euro) sowie jeweils 13 134 Euro als Arbeitgeber- und Arbeitnehmerzuschuss für die Ärzteversorgung. Ihre Dienstverträge enthalten zudem großzügige Pensionszusagen. Vorstandschef Dr. Wolfgang Krombholz (Jahrgang 1950) und Stellvertreter Dr. Pedro Schmelz (Jg. 1951) kommen 2016 – am Ende der Dienstzeit – ins Renten­alter. Nach sechsjähriger Amtszeit, so hat es die KBV nach Angaben aus Bayern 2011 und 2012 detailliert veröffentlicht, besteht ein Pensionsanspruch von 21,6 % des letzten Jahresgehalts. Das sind nach dem aktuellen Jahresgehalt von 248 882,64 Euro jährlich 53 745,57 Euro – fällig im „Versorgungsfall“ bei Erreichen der Altersgrenze oder Dienstunfähigkeit. Lebenslang, jährlich dynamisiert nach Steigerungsraten der Tarifverträge im öffentlichen Dienst bzw. nach dem Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzten an kommunalen Krankenhäusern. Auch an Hinterbliebene ist gedacht – es gilt das Bayerische Beamtenversorgungsrecht. Auf Anfrage reagiert Dr. Krombholz merkwürdig. Die publizierte Pensionsregelung sei ihm nicht bekannt. Erst jetzt nach einer Presseanfrage habe er sich seinen Vertrag erklären lassen. Die Darstellung sei nicht korrekt, Pensionsansprüche aus dem Dienstvertrag „werden mit Ansprüchen aus der Ärzteversorgung verrechnet“, so Dr. Krombholz. Nach sechs Dienstjahren entstehe ein zusätzlicher Pensionsanspruch von monatlich 2000 bis 2500 Euro. Selbst das wäre eine gute Regelung. Hierzulande beträgt die Durchschnittsrente nach 45 Versicherungsjahren monatlich knapp 1200 Euro. „Während viele KVen in der Vergangenheit die beamtenähnliche Altersversorgung für ihre Mitarbeiter als nicht finanzierbar abgebaut haben, lassen sich manche Vorstände beamtenähnliche Regelungen in ihren Dienstverträgen festschreiben“, schüttelt ein KBV-Insider den Kopf. Bayern ist keine Ausnahme. So erwirbt Dr. Klaus Heckemann, Chef der KV Sachsen, pro Dienstjahr einen Pensionsanspruch von 2,75 % seines letzten Jahresgehalts, maximal 16,5 %. Nach dem aktuellen Jahresgehalt (240 000 Euro) stehen ihm ab dem 65. Lebensjahr jährlich 39 600 Euro zu. Das räumt Dr. Heckemann freimütig ein: „Die Pensionsregelung ist Teil eines Gesamtpakets.“ Immerhin machen die KVen von Bayern und Sachsen sehr detaillierte Angaben. Ganz anders die Hessen. Unter der Rubrik „Vertragliche Sonderregelungen der Versorgung“ steht lapidar ein „Ja“, die drei Vorstände der KV Mecklenburg-Vorpommern geben nur „beamtenähnliche Maßstäbe“ an. Erläuterungen in den Fußnoten – Fehlanzeige! Mit Jahreseinkünften von 170 000 Euro verdienen die Vorstände in Baden-Württemberg eher wenig. Doch Dr. Norbert Metke und Dr. Johannes Fechner kassieren zusätzlich eine „Praxisreorganisationspauschale“ nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst der Länder. Konkrete Angaben zum Zweck und zur Höhe – Insider sprechen von rund 70 000 Euro – lehnt Dr. Metke ab. Die Dres. Metke und Fechner praktizieren nach Auskunft ihrer früheren Helferinnen nicht mehr, sind im Arztverzeichnis der KV Baden-Württemberg nicht mehr aufgeführt. „Die Selbstverwaltung blamiert sich“ Dr. Leonard Hansen, einst KBV-Vize und Chef der KV Nord­rhein, findet die Gehälter-Veröffentlichungen „intransparent“ und das Verstecken von Ansprüchen im Kleingedruckten unmöglich: „Damit blamiert und schädigt sich die ärztliche Selbstverwaltung.“ Gelder für Sitzungen in Ausschüssen, Gremien oder Kommissionen, die KV-Funktionäre zusätzlich kassieren, werden nicht veröffentlicht. So zahlt die KBV eine Kilometerpauschale von 60 Cent. Hinzu kommen Einnahmen aus lokalen Entschädigungs- und Fahrtkostenregelungen. Fazit: Einkünfte der Ärztefunktio­näre von jährlich 300 000 bis über 400 000 Euro vor Steuern dürften eher die Regel als die Ausnahme sein. Auch der Bad Dürkheimer Psychologe Weidhaas wird gut bedient. Als VV-Vorsitzender erhält er jährlich 150 000 Euro, seine Stellvertreter Dr. Stefan Windau und Dr. Andreas Gassen jeweils 100 000 Euro. Im KBV-System muss niemand darben. ...mehr.


Gesetzlicher Notdienst überlastet!

20.11.2013

Die zum 1. Februar in NRW landesweit eingeführte zentrale ärztliche Notdienstnummer hat mit massiven Organisationsproblemen zu kämpfen. Zentrale Arztruf-Nummer lahmgelegt : Notdienst überlastet - „eine groß aufgeblasene, völlig fehlorganisierte Verdummungsaktion“, Lesen Sie ...mehr.


Zeckenzeit (Frühjahr - Sommer - Herbst)

28.04.2013

Nun ist es wieder soweit. Zecken können grundsätzlich die Auslöser einer Borreliose sowie die Auslöser einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Sie fühlen sich ab einer Temperatur von etwa 7°C wohl und sind daher vom Frühjahr bis in den Herbst hinein aktiv. ...mehr.


Ärztestreik - Wir streiken nicht ! Arzt Ruf 19 257

17.02.2013

Falls Sie also vor verschlossenen Türen stehen rufen Sie einfach unsere Notruf-Nummer: Arzt Ruf 19 257 Privatärztlicher Notdienst


Notruf Nummer 19 257 des Privatärztlichen Notdienstes (pänAID) bleibt unverändert bestehen !

23.04.2012

Viele Patienten reagieren verunsichert, weil in den Medien nur darauf hingewiesen wurde, daß der Kassenärztliche Notdienst eine neue Nummer bekommt. Es wurde leider unterlassen, darauf hinzuweisen, daß die bundeseinheitliche Rufnummer 19 257 des PRIVATÄRZTLICHEN NOTDIENSTES weiterhin unverändert bestehen bleibt. Der Arzt Ruf 19 257 ist schon seit Mitte der neunziger Jahre unter dieser bundeseinheitlichen Rufnummer 19 257 (*) erreichbar und ist damit Vorreiter einer bundeseinheitlichen Rufnummer für Privatpatienten *(s. Einsatzgebiete). Zusätzlich ist der Arzt Ruf 19 257 auch unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 0180 50 19 257 (14c/m) weiterhin erreichbar.


Die Bypass-Operation scheint der Katheter-Intervention bei komplexer Koronarer Herzerkrankung überlegen zu sein.

23.04.2012

Hierzu wurden von Dr. Wiliam Weintraub und Co-Autoren im März 2012 im "New England Journal of Medicine" Ergebnisse einer großen Datenanalyse vorgestellt. In diese Analyse wurden die Daten von insgesamt 185.838 Patienten, die 65 Jahre oder älter waren und eine Zwei- oder Dreigefäß-Erkrankung der Herzkranzgefäße ohne Herzinfarkt hatten, einbezogen und ausgewertet. Ein Jahr nach dem Eingriff zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Nach vier Jahren aber zeigte sich eine geringere Sterblichkeit in der Gruppe der konventionell am offenen Herzen operierten Patienten (16,4%) gegenüber der Gruppe, die per Katheter (PCI) behandelt wurde (20,8%). Eine bessere Abstimmung zwischen Herzchirurgen und Kardiologen ist daher zwingend notwendig. ...mehr.


Arzneimittel als Ursache für Krankenhausaufenthalte!

23.04.2012

Wenn ältere Menschen wegen Arzneimittel- Nebenwirkungen stationär behandelt werden müssen, sind in der Regel nur wenige Arzneimittel daran beteiligt. Häufig handelt es sich hierbei um Vitamin K-Antagonisten, Thrombozyten-Aggregationshemmer, Insuline und orale Antidiabetika. Nicht selten muß man allerdings auch daran denken, daß Medikamente zur Blutdrucksenkung, wie etwa ß-Blocker, ACE-Hemmer oder AT-1-Blocker die Ursache für Krankenhauseinweisungen sind. Die falsche Dosierung dieser Medikamente kann zu lebensbedrohenden Situationen bis hin zu Unfällen führen. Auch der unkritische Einsatz von Psychopharmaka stellt gerade bei älteren Menschen ein erhebliches Risiko dar. Bei der Einnahme dieser Arzneistoffe ist daher besondere Vorsicht geboten. Dr. med. B. Panzner


Masern , WHO warnt !

08.12.2011

In diesem Jahr sind bereits bis Ende Oktober mehr als 26.000 Masern- Erkrankungen in Europa gemeldet worden. Die meisten davon in West-Europa wie Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland. Insgesamt sind bereits 9 Todesfälle in diesem Jahr aufgetreten und viele tausend Patienten seien in Kliniken eingewiesen worden. Die Gefährlichkeit dieser Erkrankung wird unterschätzt und die breit verfügbare Impfung wird vernachlässigt. ...mehr.


Skipiste und Knochenbrüche

08.12.2011

Mindestens zwei Monate vor einem alpinen Skiurlaub sollte man damit beginnen, Kreislauf, Muskulatur, Koordination und Ausdauer zu trainieren. Annähernd 50.000 Menschen aus Deutschland haben sich in der Vergangenheit pro Jahr beim alpinen Skisport verletzt. Mehrere tausend davon mußten stationär behandelt werden. ...mehr.


Schweineinfluenza

08.12.2011

Die aktuell geführte Diskussion um die Schweineinfluenza (A/H1N1) ist sehr widersprüchlich und für den einzelnen Patienten schwer nachvollziehbar. Die Schweinegrippe-Pandemie wurde von der WHO inzwischen offiziell für beendet erklärt. ...mehr.


EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia Coli-Bakterien)

08.12.2011

Nach Gammelfleisch nun EHEC. Ein aggressives Bakterium taucht in Deutschland auf und wir suchen zunächst einmal nach der Ursache in Spanien. Niemandem fällt auf, daß in Spanien aber im Gegensatz zu Deutschland kaum EHEC-Fälle bekannt geworden sind. Darüber wird ausgeblendet, daß gerade in Deutschland und insbesondere in Norddeutschland die Felder seit Jahrzehnten mit Gülle geradezu geflutet werden. Es stinkt zum Himmel. Zudem wissen wir, daß im Gegensatz zu den vergangenen Jahren in den letzten Monaten kaum Regen gefallen ist. Die Gülle ist auf den Pflanzen eingetrocknet und quasi zum idealen Nährboden für diese aggressiven Erreger geworden. Normalerweise kommen EHEC Bakterien im menschlichen Darm nicht vor. Sie können aber natürlicherweise im Darm von Rindern, Schweinen, Geflügel und anderen Tierarten vorkommen, ohne daß diese Tiere selbst erkranken. Hier sind wir bei den immer größer werdenden Mast-Betrieben. Die Tiere produzieren tonnenweise diese Gülle, die selbstverständlich mit dem Bakterium kontaminiert sein kann. Diese Gülle wird nun auf die Felder entsorgt. Hier finden diese Bakterien bei der momentanen Wetterlage (Hitze und Trockenheit) ideale Wachstumsbedingungen. Gegen eine maßvolle Düngung der Felder mit Gülle ist sicher nichts einzuwenden. Bei der Verunreinigung unserer Lebensmittel scheint jedes vernünftige Maß verloren gegangen zu sein. Eine sehr übersichtliche Darstellung, wie Sie sich vor EHEC Bakterien schützen können und welche Erkrankungen diese Bakterien auslösen können finden Sie unter: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: (www.lgl.bayern.de/gesundheit/ehec.htm) ...mehr.


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